02.03.2010 - FAHRZEUGE IM FOKUS
Der Rometsch Porsche Spyder
Sein Debüt feierte der Porsche 550 Spyder auf dem Pariser Automobilsalon im Oktober 1953. Zu Beginn der Rennsaison 1954 allerdings befand sich der Rennwagen noch im Versuchsstadium. Käufer mussten sich noch ein ganzes Jahr gedulden.
Die Renngemeinschaft Berlin wollte jedoch nicht solange warten. Mit Genehmigung sowie unter Zulieferung von Karosserie- und Technikteilen von Porsche bauten sie auf dem Chassis des Volkswagen und auf Basis der Technik des frühen Porsche 550 Spyder einen Rennwagen, der im Frühjahr 1954 bei der Berliner Karosseriebaufirma „Karosserie Friedrich Rometsch“ eine flache, aber elegante Leichtmetall-Pontonkarosserie erhielt. Der zunächst montierte 1,1 Liter-Werksmotor von Porsche brachte 68 PS Leistung. Das Getriebe wurde wie beim Porsche 356 vor dem Motor montiert. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 190 bis 200 km/h.
Ursprünglich war der Wagen für Rennen der 1,1 Liter-Klasse vorgesehen. Doch bei Fertigstellung des Wagens im Frühjahr 1954 fanden diese Rennen nur noch in der sowjetischen Besatzungszone statt. So erhielt der Wagen später einen stärkeren, rollengelagerten Porsche-Werksmotor und wurde bei Rennen der 1500er-Klasse eingesetzt.
Die Karosserie wurde von Bernhard Cappenberg, der selbst für die Renngemeinschaft Berlin fuhr, entworfen. Auch Helmut Nedermayr fuhr mit diesem Wagen und ging mit ihm 1954 beim Eifelrennen auf dem Nürburgring an den Start.
Ende der 1950er Jahre wurde der Rometsch Spyder von dem Münchner Rennfahrer Harry Merkel zu einem Sportwagen umgebaut, erhielt eine zweite Tür, wurde neu lackiert und anschließend verkauft. Erst 2009 wurde er in einer Lagerhalle in Hockenheim wiederentdeckt und wird nun frisch restauriert zusammen mit dem Mathé Fetzenflieger auf der RETRO CLASSICS in Stuttgart (12. bis 14. März 2010) und danach im AUTOMUSEUM PROTOTYP zu sehen sein.
Einen Artikel zum Rometsch Porsche Spyder können Sie unter
www.meinklassiker.com/de/magazin/0/0/2732 nachlesen.
Weitere Informationen zur RETRO CLASSICS unter
www.retroclassics.de.
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